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Klosterarbeiten und Scherenschnitte

Die Wurzeln der Schnittbilder gehen zurück bis ins Mittelalter zu Frauenklöstern und  Männerkonventen der verschiedensten Orden in Belgien, Frankreich Deutschland und Spanien.
Im 17. Jahrhundert begannen auch Frauen und Männer aus der gebildeten Oberschicht aufwändige Werke mit weltlicherem Hintergrund anzufertigen.
Das Barock und Rokoko sind als ein Höhepunkt der religiös motivierten Spitzenbildchen und Pergamentschnitte zu sehen - Einfallsreichtum und Phantasie in der Verarbeitung unterschiedlichster Materialien waren in dieser Zeit kaum Grenzen gesetzt. In feinster Handarbeit wurden Pergament, Papier und Seide mit Federmesser oder Stanzwerkzeug zu hauchdünnen Spitzen geschnitten. Diese "Kleinode religiöser Volkskunst" sind mittlerweile begehrte Sammlungsobjekte.

Im 19. Jahrhundert ersetzten maschinell geferteigte Papierspitzen diese Heiligenbildchen, aber Scherenschnitte wurden weiterhin in Form von Schattenportraits und Freundschaftsbildchen gepflegt. Der feine Scherenschnitt erfreut sich aktuell wieder wachsender Beliebtheit - nicht zuletzt in einer Zeit des DIY und dank modernen Hilfsmitteln, wie feinsten Skalpellen oder Lasercutter.