Dreidimensionale Klapp- und Papierkrippen erlebten um 1900 bis in die 1930er-Jahre ihre Blütezeit. Als kunstvoll gestaltete „Krippen des kleinen Mannes“ brachten die farbenprächtigen Kulissenbauten, wie etwa die berühmten Entwürfe des Schreiber-Verlags aus Esslingen, das Weihnachtswunder in die bürgerlichen Wohnzimmer. Durch raffinierte Falttechniken entfalten diese filigranen Papierobjekte beim Aufklappen eine beeindruckende räumliche Tiefe, sind durch den jahrzehntelangen Auf- und Abbau heute jedoch besonders anfällig für mechanische Schäden.
Zustand:
Die Krippe zeigt ganz typischde Abnutzungserscheinungen: Gebrochene Fälze und aufgespaltener Karton, sowie Abrieb und Fehlstellen.
Maßnahmen:
Die Pappe wurde wurde gefestigt, Fehlstellen wurden ergänzt und farblich angepasst. Nach der Restaurierung lässt sich die Krippe zwar wieder klappen, eine schonende Aufbewahrung in einem passgenauen Karton wurde empfohlen und realisiert. So kann sie ohne Sorge an die nächste Generation weitervererbt werden und noch viele Weihnachten Freude bereiten.
Eigentümer: privat