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FAQ

Im Zusammenhang mit der Restaurierung von Büchern, Grafiken, Dokumenten und Pergamenten ergeben sich immer wieder ähnliche Fragen. Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufige Anliegen von Privatpersonen, Sammlern sowie Institutionen.

FRAGE:
Welche Objekte restaurieren Sie und was umfasst Ihr Angebot?

ANTWORT:
Mein Atelier ist auf die Konservierung und Restaurierung von Kunst und Kulturgut aus Papier und Pergament spezialisiert. Das Spektrum reicht vom empfindlichen Einzelblatt bis zu komplexen Buchobjekten.

Grafik & Kunst auf Papier: Dazu gehören unter anderem Aquarelle, Handzeichnungen (Bleistift, Kohle, Kreide), Pastelle sowie alle Druckgrafiken (Radierungen, Stiche, Lithografien, Siebdrucke) und Klosterarbeiten aus Papier und Pergament. Ebenso werden Klosterarbeiten aus Papier und Pergament betreut. 
Archiv- & Schriftgut: Im Bereich des Schriftguts werden historische Urkunden, handkolorierte Landkarten, Plakate, Briefe und Dokumente bearbeitet.
Bücher und Buchobjekte: Der Schwerpunkt umfasst Bucheinbände aus verschiedenen Epochen vom frühen Mittelalter bis zur Moderne. Dazu zählen unter anderem Holzdeckelbände, Koperten, Handschriften, Bibeln, Inkunabeln, Stammbücher, Kochbücher und Poesiealben.
Typische Schadensbilder: Häufige Schäden sind unter Anderem Insektenbefall (z.B. der "Holzwurm"- Anobienfraß) oder Tintenfraß, Schimmelbefall oder mechanische Schäden, sowie Feuchtigkeits- udn Brandschäden. Ebenfalls häufig sind ältere, unsachgemäße Reparaturen, beispielsweise durch Klebebänder. 

Maßnahmen der Restaurieung: Mein Angebot umfasst unter anderem die schonende Reinigung, Rissverklebung, Planlegung und die allgemeine mechanische Stabilisierung Ihrer Objekte.
In der akademischen Restaurierung geht es jedoch um weit mehr: Ich sorge für die langfristige Erhaltung. Das bedeutet auch, dass ich Sie zur präventiven Konservierung berate – also zur richtigen Lagerung und zur konservatorischen Rahmung mit UV-Schutz, damit Schäden gar nicht erst (neu) entstehen.

 Mehr zu meinen LEISTUNGEN

 

FRAGE: 
Ich habe ein altes „Bild“, das restauriert werden muss – sind Sie die richtige Ansprechpartnerin?

ANTWORT:
Das hängt vom Bildträger ab. In der Restaurierung wird streng nach Material unterschieden, da die konservatorischen und restauratorischen Methoden grundverschieden sind.

Mein Kerngebiet ist Grafik und Papier sowie Bücher: Ich restauriere alles, was auf Papier, Karton oder Pergament gearbeitet ist. Dazu zählen Aquarelle, Zeichnungen (Bleistift, Kohle, Kreide), Druckgrafiken (Radierungen, Lithografien, Kupferstiche) sowie Urkunden, Landkarten und Plakate.
Handelt es sich um Malerei auf Leinwand oder Holztafeln (klassische Öl- oder Acrylgemälde), fällt dies in den Fachbereich der Gemälderestaurierung. Alte Fotografien auf Glas oder Metall (z.B. Daguerrotypien oder Heliografien) werden von spezialisierten Restauratoren behandelt. Diese Objekte bearbeite ich in meinem Atelier nicht.

Senden Sie mir im Zweifelsfall einfach ein Foto der Vorder- und Rückseite – ich helfe Ihnen gerne bei der Einordnung und verweise Sie bei Bedarf qualifizierte Kolleginnen oder Kollegen.

 Beispiele aus dem Bereich GRAFIK

 

FRAGE:
Was kostet die Restaurierung meines Objekts?

ANTWORT:
Pauschalpreise sind in der Restaurierung nicht seriös, da jedes Objekt einen individuellen Aufwand erfordert. Die Kosten berechnen sich nach dem tatsächlichen Zeitaufwand und den benötigten Materialien.
Oft sind äußere Einflüsse oder frühere Eingriffe - beispielsweise minderwertige alte Rahmungen oder Klebebänder, die den Schaden im Lauf der Zeit verschlimmern. Eine rechtzeitige konservatorische oder restauratorische Maßnahme ist meist günstiger als eine spätere Notfallbehandlung.

Für eine Ersteinschätzung gebe ich Ihnen gern kurzfristig eine kostenfreie Orientierung anhand von  Fotos per E-Mail.
Nach persönlicher Begutachtung im Atelier erstelle ich Ihnen einen detaillierten und verbindlichen Kostenvoranschlag.

Sie entscheiden anschließend zwischen einer rein konservatorischem Maßnahme (Substanzerhalt) oder einer weiterführenden Restaurierung.

 

FRAGE:
Woran erkenne ich einen seriösen Dienstleister für Restaurierung?

ANTWORT:
Der Begriff „Restaurator“ ist in Deutschland nicht einheitlich gesetzlich geschützt. Um so wichtiger ist es, auf nachvollziehbare Qualifikationen und fachliche Standtart zu achten, um Schäden am Objekt zu vermeiden. 

Wichtige Kriterien sind:

Akademische Qualifikation: Verfügt der Restaurator über ein abgeschlossenes Studium (Diplom oder M.A.) im Fachbereich Konservierung und Restaurierung? Handwerk, Materialwissenschaften und Forschung sind eng verknüpft und werden durch Fachliteratur, Fortbildungen und Fachtagungen auf aktuellem Stand gehalten.

Fachliche Organisationen und Verbände: Ist die Person ordentliches Mitglied im VDR (Verband der Restauratoren), der IADA oder internationalen Verbänden? Mitglieder müssen ihre fachliche Eignung nachweisen und verpflichten sich zu strengen ethischen Standards. 
Fachliche Listungen und Nachweise: Wird der Restaurator in offiziellen Expertenlisten geführt (z. B. Restauratorenliste oder Fachverbände)?

Als gelernte Buchbinderin, Diplom-Restauratorin und Hochschuldozentin mit langjähriger Berufserfahrung biete ich Ihnen die Sicherheit einer handwerklich fundierten und zugleich wissenschaftlich belegten Dienstleistung. Durch kontinuierliche Fortbildung garantiere ich Ihnen eine Restaurierung nach aktuellem Standard, bei der die Reversibilität (Umkehrbarkeit) aller Maßnahmen oberstes Gebot ist. 

 Gern gebe ich Ihnen auf Nachfrage Auskunft über aktuelle PROJEKTE und KOOPERATIONEN